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November 2017: "The trend is your friend"

Die Börsenweisheit „The trend is your friend“ stellt darauf ab, dass sich ein übergeordneter Börsentrend noch weiter fortsetzen kann, als dass er sofort ein Ende findet. Anleger sollten also stets versuchen, von weiteren Kurssteigerungen zu profitieren und ihre Gewinne so lange laufen lassen, bis sich ein Richtungswechsel einstellt. Auch Anleger, die noch nicht investiert sind, können einen Aufwärtstrend prozyklisch zum Einstieg nutzen, um von weiter steigenden Kursen zu profitieren. Eine weitere Börsenregel besagt allerdings auch, dabei nicht nur die Gewinne laufen zu lassen, sondern auch Verluste zu begrenzen, wenn es mal wieder turbulenter an den Märkten zugeht. Denn dreht der Trend erst einmal und es stellt sich ein Abwärtsbewegung ein, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sich diese verstetigt und es zu kursverlusten kommt. Das wiederum kann dazu führen, dass sich Verluste viel schneller summieren als die zuvor erzielten Gewinne. Trotz aller Euphorie bei steigenden Kursen ist also immer eine genaue Betrachtung und Beurteilung der aktuellen Börsensituation notwendig.

Die Analyse von Trends basiert auf einem Blick in den Rückspiegel, denn anhand der historischen Kurszeitreihen lässt sich u.a. das Momentum der Kursentwicklung mathematisch ableiten. Historisch berechnete Durchschnittslinien auf die Kursentwicklung, wie bspw. die 200 Tages-Linie, sind ein bewährtes Orientierungsmaß und geben als Indikatoren darüber hinaus Auskunft, mit welcher Dynamik sich ein Trend bis dato entwickelt hat oder ob dieser auch tatsächlich nachhaltig ist. Notieren die aktuellen Kurse über den langfristigen Durchschnittslinien sprechen wir von einem etablierten positiven Trend. Bewegen sich die aktuellen Kurse hingegen darunter, dann hat sich der Trend längst eingetrübt, und es wurden möglicherweise sogar schon Verkaufssignale ausgelöst.

 

Prognosefrei

Selbstverständlich können auch Momentum-Indikatoren keine Garantie geben, ob und wie lange sich eine Kursentwicklung in selbiger Richtung wird fortsetzen können. Doch sie geben jederzeit eine neutrale Einschätzung der aktuellen Marktlage wider, da sie rein auf mathematischen Berechnungen basieren. Derart quantitative Auswertungen bieten perfekte Entscheidungs- und Handlungsgrundlagen für Fonds- und Portfoliomanager, die sich jederzeit auf Basis des gleichen Regelwerks und Musters auch wiederholen lassen. Darüber hinaus sorgt ein prognosefreier Investmentprozess für mehr Transparenz und die Performanceentwicklung lässt sich von den Anlegern viel einfacher nachvollziehen.

Unter dieser Prämisse haben wir das STARS-Modell konzipiert, das für die „Systematische Trend-, Allokations- und Risiko-Steuerung“ unserer Anlagestrategien steht. Ausgangspunkt für die Portfoliostruktur unserer ETF-basierten Multi-Asset und Multi-Faktor-Strategien sind dabei die historischen Kursentwicklungen der eingesetzten Anlageinstrumente bzw. der zugrundeliegenden Indizes. In jeder Anlageklasse (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Geldmarkt und Währungen) werden die Zeitreihen dabei zunächst detailliert analysiert und die Ergebnisse schließlich über ein mehrstufiges Regelwerk zusammengeführt. Liegen positive Trends vor, folgen daraus Investitionsentscheidungen. Dreht der Trend ins Negative und es werden Verkaufssignale ausgelöst, kommen diese konsequent zur Anwendung.

 

STARS Flexibel

Beim STARS Flexibel, bei dem die Aktienquote aktiv zwischen 0 und 100 Prozent gesteuert werden kann, steht die Analyse der Aktienmärkte im Vordergrund. Weisen die international vorselektierten Marktsegmente positive Kurstrends aus, dann soll die Aktienquote natürlich auch möglichst weit ausgeschöpft werden, um von steigenden Kursen zu profitieren. Mit einer Aktienquote von über 90% ist dies derzeit der Fall und so konnte der vermögensverwaltende Multi-Asset Fonds auch zuletzt wieder nachhaltig von den Kurssteigerungen an den Aktienmärkten profitieren. Der Wertzuwachs des STARS Flexibel A beträgt über ein Jahr 11,6%, seit Auflage 27,8%, bei einer Volatilität von 11%.

Die Börsen werden derzeit noch von sehr stabilen Aufwärtstrends an den Aktienmärkten dominiert, die es aktiv zu nutzen gilt, denn wie jeder Marktzyklus zuvor, wird auch diese Hausse irgendwann ihr Ende finden. Doch bis dahin gilt es, die Welle weiter zu reiten, ganz nach dem beschriebenen Motto: „The trend is your friend“.

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